Fitbit vs. Garmin: Welcher Schrittzähler passt zu Ihnen?

Fitbit gewinnt beim Bedienkomfort, Garmin bei Sensorik und Abo-Politik: Wer ein Gerät sucht, das sich in fünf Minuten einrichten lässt und freundlich zum Gehen motiviert, greift zu Fitbit – wer alle gemessenen Werte dauerhaft ohne Bezahlschranke sehen will, zu Garmin.

Zuletzt geprüft: August 2026

Die beiden Marken im direkten Vergleich

Damit der Vergleich greifbar bleibt, stellen wir je Marke ein typisches Einsteigermodell gegenüber: das Fitbit Inspire 3 und das Garmin vívosmart 5. Beide sind schmale Armbänder, beide zählen Schritte am Handgelenk, beide kosten deutlich weniger als eine Smartwatch – und beide stehen stellvertretend für die Philosophie ihres Herstellers.

Fitbit Inspire 3 und Garmin vívosmart 5 gegenübergestellt
KriteriumFitbit (Inspire 3)Garmin (vívosmart 5)
Schritt-Skala8,8 / 108,7 / 10
DisplayFarb-AMOLED, kontraststarkOLED, einfarbig, sehr sparsam
Akkuca. 10 Tageca. 7 Tage
BedienungTouch, sehr eingängigTouch plus physische Taste
SensorikPuls, SpO2, HauttemperaturPuls, SpO2, Body Battery, Stress
Kostenlos nutzbarAlle Basiswerte, Zusatzanalysen im AboAlle Werte, kein Abo vorgesehen
Preisklasserund 80–110 €rund 100–150 €
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Bedienkomfort: Fitbit macht es einem leichter

Der deutlichste Unterschied zeigt sich in den ersten zwanzig Minuten. Fitbit führt Sie mit großen Schaltflächen und wenigen Fragen durch die Einrichtung, das farbige Display zeigt die Tagesschritte in gut lesbaren Ziffern, und beim Erreichen des Ziels vibriert das Band kurz. Wer bisher gar keinen Tracker getragen hat, kommt hier ohne fremde Hilfe zurecht.

Garmin verlangt etwas mehr Geduld. Das einfarbige Display ist sparsamer und bei Sonne hervorragend ablesbar, wirkt aber nüchtern. Die Menüführung kennt mehr Ebenen, und Begriffe wie „Body Battery" oder „Intensitätsminuten" muss man sich einmal erklären lassen. Dafür sitzt an der Seite eine echte Taste – ein Detail, das mit trockenen oder kalten Fingern Gold wert ist, wenn ein Touchscreen nicht reagiert.

Beim Tragekomfort nehmen sich beide nichts: gut 20 Gramm, schmales Band, unter dem Hemdsärmel unauffällig. Wer ein größeres Zifferblatt bevorzugt, findet in unserer Übersicht der Schrittzähler-Uhren die passenden Alternativen aus beiden Häusern.

Sensorik und Zählgenauigkeit im Alltag

Beim reinen Gehen liegen beide Marken nach unserer Einschätzung so dicht beieinander, dass die Differenz über einen normalen Tag im Rahmen der üblichen Schwankung bleibt. Interessant wird es an den Rändern: beim Schieben eines Einkaufswagens, beim Radfahren, bei Gartenarbeit oder beim Gehen mit Stöcken. Garmin ordnet solche Bewegungen nach unserem Eindruck etwas nüchterner ein und schreibt seltener Schritte gut, die keine waren. Fitbit zählt in denselben Situationen tendenziell großzügiger – für die Motivation angenehm, für die Statistik weniger sauber.

Die Zusatzsensoren erzählen dieselbe Geschichte. Garmin liefert mit Body Battery und Stressmessung eine Tagesbilanz aus Belastung und Erholung, die man erst verstehen und dann nicht mehr missen möchte. Fitbit misst ebenfalls Puls, Sauerstoffsättigung und Hauttemperatur, verpackt die Ergebnisse aber stärker in einfache Punktzahlen. Warum Handgelenkgeräte grundsätzlich nur schätzen können, erklären wir ausführlich im Ratgeber zur Genauigkeit von Schrittzählern.

App, Abo und der Umgang mit Ihren Daten

Hier trennen sich die Wege am klarsten. Die Fitbit-App ist die freundlichere: aufgeräumte Startseite, große Kacheln, verständliche Sprache. Ein Teil der Auswertungen – etwa die ausführliche Schlafanalyse und die Langzeittrends – steckt allerdings hinter dem Premium-Abo. Die Zahlen, auf die es beim Schrittezählen ankommt, bleiben kostenlos; das Abo drängt sich aber sichtbar in den Vordergrund.

Garmin Connect sieht dichter und technischer aus, verlangt dafür keinen Cent. Es gibt keine Bezahlstufe, keine beworbenen Trainingsvideos, keine Werbeflächen. Wer sich an Diagrammen nicht stört, bekommt hier die vollständigere Auswertung ohne Zusatzkosten. Wenn Ihnen dieser Punkt wichtig ist, lohnt der Blick auf unsere Sammlung der Schrittzähler ohne Abo.

Beide Apps laufen auf iPhone und Android gleichwertig. Beide setzen ein kostenloses Konto voraus, beide speichern Daten auf Servern außerhalb Ihres Telefons.

Wer sollte was kaufen

Kaufen Sie Fitbit, wenn Sie zum ersten Mal einen Tracker tragen. Die Einrichtung ist die einfachste im Feld, die Anzeige die freundlichste, und die Erinnerung ans Aufstehen kommt im richtigen Ton. Das Fitbit Inspire 3 im Einzeltest ist für diese Gruppe unsere Standardempfehlung – ebenso für alle, die ein Gerät verschenken und niemanden beim Einrichten begleiten können.

Kaufen Sie Garmin, wenn Sie Ihre Werte vollständig und kostenlos sehen wollen. Keine Bezahlschranke, keine Werbung, eine Auswertung, die auch nach zwei Jahren noch Neues zeigt. Das Garmin vívosmart 5 im Einzeltest ist außerdem die bessere Wahl, wenn Sie regelmäßig walken, wandern oder Rad fahren und Wert darauf legen, dass diese Aktivitäten korrekt getrennt werden.

Für Sparsame: Wenn Ihnen beide Preisschilder zu hoch sind, zählen einfache Bänder für ein Drittel des Geldes fast genauso zuverlässig – nachzulesen bei den günstigen Schrittzählern. Für Unentschlossene: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die gesamte Modellpalette beider Häuser auf unseren Markenseiten zu Fitbit und Garmin.

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Häufige Fragen

Zählt Garmin die Schritte genauer als Fitbit?

Beim reinen Gehen nehmen sich beide Marken nach unserer Einschätzung praktisch nichts – die Tageswerte liegen im Alltag dicht beieinander. Unterschiede zeigen sich erst am Rand: Garmin ordnet Radfahren, Gartenarbeit und Nordic Walking meist sauberer ein, Fitbit neigt in solchen Situationen etwas stärker zu Zusatzschritten.

Brauche ich bei Fitbit ein Abo, um meine Schritte zu sehen?

Nein. Schritte, Distanz, Puls, Schlafdauer und Verlauf sind in der Fitbit-App dauerhaft kostenlos. Das Premium-Abo schaltet Zusatzauswertungen wie den Schlaf-Score im Detail, Trainingsvideos und ausführliche Trendanalysen frei. Für das reine Schrittezählen brauchen Sie es nicht.

Kann ich meine Fitbit-Daten später zu Garmin mitnehmen?

Den vollständigen Verlauf leider nicht per Knopfdruck. Sie können Ihre Fitbit-Daten aber als Datei exportieren und archivieren, bevor Sie wechseln. Der Tageszähler startet auf der neuen Plattform bei null – planen Sie den Wechsel deshalb am besten zum Monats- oder Jahresanfang.